Besuch von Foto- und Naturfreunden in der Eifel


Ein lange vorbereitetes Treffen mit einigen Foto- und Naturfreunden fand endlich statt. Ich war gespannt, alle persönlich kennen zu lernen. Für die beiden Tage hatte ich Einiges geplant, um die Eifel für alle unvergessen zu machen. Samstag früh, bevor wir uns trafen, besuchte ich noch den Schlafplatz der Baumweißlinge. Diesen wollte ich meinen Gästen natürlich präsentieren.

 

Wir trafen uns zum Frühstück in Ripsdorf im Gasthof Breuer, wo wir auch übernachteten. Schon beim ersten Kontakt war klar, wir werden uns prima verstehen. Nach dem Frühstück ging es auch schon los ins erste Habitat. Christiane, Claudia, Michael A. , Michael L. , Arno und Rainer waren schon ganz gespannt.


Fotos von mir - Canon 5D Mark III, Canon 100 mm/2.8, Stativ


Fotos von Christiane Gallinat - Canon 600D, Makro 105 mm


Das erste besuchte Habitat war der Wacholder-Trockenrasen. Die dort vorkommende Artenvielfalt begeistert jeden Naturfreund. Über 30 Orchideen-Arten und über 40 Tagfalter-Arten haben hier einen Lebensraum. Damit das Habitat nicht verbuscht, ist es in einem Pflegeprogramm mit Schaf-Beweidung. Nur so kann die Artenvielfalt erhalten bleiben. Die Pflegemaßnahmen werden in der Eifel sehr gut umgesetzt, wie der Zustand der Habitaten gut erkennen lässt.

 

Als nächstes besuchten wir ein ganz spezielles Habitat im Seidenbachtal. Dort wechseln sich Halbtrockenrasen und Magerrasen fließend ab, was eine große Artenvielfalt zuläßt. Orchideen, Golddisteln, Wiesensalbei, Mageriten, Teufelskrallen, Espasetten, Sonnenröschen sind nur einige der dort vorkommenden Arten. Bei den Schmetterlingen sind es Baumweißlinge, Scheckenfalter, Permuttfalter, Bläulinge, Schillerfalter, Widderchen, Dickkopffalter, Weißlinge, um nur einige zu nennen. Die größte Anzahl stellt im Juli der Silbergrüne Bläuling ( Polyommatus coridon ), den man dort oft zu hunderten antreffen kann.


Fotos von Arno Laber - Sony SLT-A57, 100 mm 


Zum Abschluss des ersten Tages betrachteten wir die Eifel vom Kalvarienberg aus. Vom Gipfel kann man links und rechts die Wacholder-Trockenhänge sehen. Ich glaube, das war für alle sehr beeindruckend. Auch hier gibt es viele Orchideen zu sehen, Schmetterlinge in diesem Jahr leider nicht. Wie überall ist es auch in der Eifel ein sehr schlechtes Schmetterlingsjahr.


Fotos von Michael Auer - Nikon D610, 105 mm


Am zweiten Tag fuhren wir in ein anderes Habitat des Seidenbachtals. Hier ist eine über 150 Jahre alte Süntelbuche zu sehen. Schmetterlinge fanden wir leider auch hier nicht. Zum Abschluss besuchten wir noch das Schafsbachtal. Für jeden Botaniker ein Genuss ... langgezogene Feuchtwiesen mit Beständen des Wiesenknöterich, Teufelskralle und vielem mehr. Highlights waren hier die Bachnelkenwurz und der gelbe Fingerhut. Im Talboden fand Michael Basaltgestein, der den Kalkboden ablöst. Hier konnten wir auch einige Widderchen ( Tymian, Grün, Sechspunkt und Beilfleck Widderchen) fotografieren. In den Feuchtwiesen kommt der sehr seltene Lilagold-Feuerfalter vor.  An den Talhängen fliegen der Kleine und der Große Schillerfalter, der Kleine Eisvogel und viele mehr.


Fotos von Michael Linnenbach - Canon 70D, Makro 100 mm/2.8


Es war ein wunderschönes Wochenende mit vielen schönen Erlebnissen und sehr sympathischen Menschen, letzeres für mich das persönliche Highlight des Wochenendes. Wir alle waren uns einig: Das werden wir wiederholen. :-) Ich bedanke mich ganz herzlich bei Michael Linnenbach und seiner Frau Claudia, Christiane Gallinat mit Rainer, Arno Laber und Michael Auer für ihren Besuch und dieses tolle,  erlebnisreiche Wochenende.


Ich hoffe, dass euch dieser Bericht gefällt und freue mich schon auf eure Kommentare!


Viele Grüße

Andreas