Die Schwarze Mörtelbiene ( Megachile parietina )


Im Frühjahr wurde mir ein interessantes Erlebnis geboten. Bei meiner Fototour in den Bliesgau, zeigte mir Rainer Ulrich das einzigste im Saarland vorkommende Habitat der Schwarzen Mörtelbiene. Es war faszinierend den Bienen zuzusehen. Mit diesem kleinen Bericht möchte ich euch teilhaben lassen am Leben der Schwarzen Mörtelbiene .


Die Schwarze Mörtelbiene ist mittelgroß (Körperlänge 14–18 mm). Weibchen und Männchen sind sehr unterschiedlich gefärbt.

Die Männchen erreichen eine Körperlänge von 14 bis 17 Millimetern. Sie sind auf der Brust und den vorderen Tergiten dicht braungelb behaart. Nur auf dem hinteren Teil des Abdomens weisen sie eine schwarze Behaarung auf und ähneln damit der Schwarzbürstigen Blattschneiderbiene (Megachile nigriventris). Die Flügel der Männchen sind hell.

 

Der Name Schwarze Mörtelbiene bezieht sich hauptsächlich auf die Färbung der Weibchen. Ihre Körperfärbung ist schwarz, die Flügel sind bräunlich verdunkelt und im Licht manchmal blauschillernd. Sie sind auf der Oberseite und der Bauchseite dicht tiefschwarz behaart, nur die Mitte der Bauchbürste ist rötlich gefärbt. Die Schwarze Mörtelbiene gehört zu den Bauchsammlern, die die Pollen mit ihrer Bauchbürste aufnehmen. Diese ist bei sammelnden Weibchen dicht mit gelben Pollen besetzt. Die Weibchen sind mit 16 bis 18 Millimetern meist größer als die Männchen.

Hier sieht man die Mörtelbiene beim Zumauern der Bruthöhle

Den Pollen den man hier sehr schön sehen kann, wird in den Bau als Vorrat für den Nachwuchs eingebracht.



In Deutschland und in der Schweiz gibt es nur noch wenige kleine Populationen. Drei Bestände der Schwarzen Mörtelbiene in Deutschland sind in Baden-Württemberg zu finden, sie liegen im Hegau, im oberen Neckartal und im Nördlinger Ries; ein viertes Vorkommen existiert im Bliesgau.

Die Population im Bliesgau wurde von Rainer Ulrich entdeckt. Er hat es auch geschafft, den Lebensraum unter Schutz zu stellen.


Auf dem Foto ist sehr schön zu sehen, wie das Loch langsam zugemauert wird. Dazu benutzen die Bienen ihren Speichel und ganz feinen Gesteinsstaub. Er wir zu einem regelrechten Mörtel verbunden.

Fast geschafft, der Nachwuchs ist so gut wie eingemauert. Im nächasten Frühjahr durchbrechen die Jungen die Mörtelhülle.



Die Schwarze Mörtelbiene lebt solitär, d. h. sie bildet keine Staaten aus. Jedes Weibchen baut ein eigenes Nest aus Lehm und Steinchen, das an Felsen oder Hauswänden angeheftet wird. Dieses enthält in der Regel 5 bis 10, in seltenen Fällen bis zu 20 einzelne Zellen, in denen sich die Larven entwickeln. Jedes Weibchen versorgt seinen Nachwuchs allein und betreibt Brutfürsorge, indem sie die Zelle vor der Eiablage mit Pollen und Nektar füllt. Der Pollenbedarf für jede Larve ist hoch, sodass ein großes Angebot an Schmetterlingsblütlern, vor allem Esparsette und Hornklee, zum Pollensammeln vorhanden sein muss. Weitere Pollenquellen sind Lippenblütler wie der Wiesensalbei und der Kriechende Günsel sowie der Natternkopf aus der Familie der Raublattgewächse.

In Mitteleuropa haben die Schwarzen Mörtelbienen eine zweijährige Entwicklungszeit, im Mai aus der Puppe schlüpfende Tiere überwintern als Imago im Kokon und durchbrechen erst im nächsten Frühjahr die Verkleidung des Nests.


Text Qelle: Wikipedia


Ich hoffe euch hat der Einblick ins Leben der Schwarzen Mörtelbiene gefallen ;-)

Über eure Kommentare unter dem Bericht würde ich mich wie immer sehr freuen.

Herzliche Grüße

Andreas