Ein Vormittag bei den Laubfröschen!  13.09.2016


Liebe Natur- und Naturfotofreunde!

 

Heute geht es zu unserem heimischen Laubfrosch (Hyla arborea).

Claus Fisser, ein Natur- und Fotofreund hat mich spontan zu einem Fotoshooting eingeladen. Live hatte ich den Laubfrosch bis dahin noch nie gesehen, ensprechend groß war meine Vorfreude.

 

Wir hatten uns für Montagmorgen verabredet, nach einem Kaffee bei Claus, ging es auch schon weiter. Nach wenigen Minuten mit dem Auto hatten wir unser Ziel erreicht. Auf der Fahrt schossen mir schon die ersten Gedanken durch meinen Kopf, würden wir welche finden, wenn ja, ließen sie sich gut fotografieren.

 

Gerade aus dem Auto ausgestiegen entdeckte ich schon die ersten beiden Laubfrösche, beim Sonnenbad auf Brombeerblättern. Im Schatten sind sie Blau-grün, wenn sie läger in der Sonne sitzen leuchten sie hellgrün. Toll, endlich hatte ich sie live gesehen. Claus sagte, lass dir Zeit, sie bleiben dort sitzen und wärmen sich auf.

Also schnell das Foto Equipment aufgestellt und schon konnte es losgehen. Claus sorgte für unser Modell ;-)

Wenn ich ihn auf meine Hand nahm, wollten er gar nicht mehr weg, zu warm und kuschelig war es dort. Das sie so zutraulich sind, hatte ich nicht vermutet. So konnten wir einige schöne Aufnahmen von diesem wunderschönen Geschöpf mmachen.

Die Kopf-Rumpf-Länge des Europäischen Laubfrosches beträgt 3 bis 4,5, bei Weibchen auch bis 5 Zentimeter. Das Körpergewicht beim Männchen kann von 3,5 bis 7 Gramm variieren, beim weiblichen Frosch je nach Jahreszeit zwischen 6 und 9 Gramm.  Wer sie einmal gesehen hat, schließt sie sofort in sein Herz ;-)

Schnell ging der Vormittag zu Ende, nun hieß es Abschied nehmen von unseren kleinen Freunden.

An dieser stelle, möchte ich dir nochmal Danke sagen Claus, für das schöne Erlebnis mit dir und den Laubfröschen.

 

Alle Aufnahmen sind mit der Canon 5D Mark III, Signa Makro 150 mm/2.8, Stativ und Funkauslöser aufgenommen worden.

                         

Insekten und auch dieser Laubfrosch, sind Indikatoren für einen noch intakten Lebensraum. Das all diese Lebewesen immer seltener zu beobachten sind, zeigt wie kaputt unsere Umwelt schon ist. Leider hat immer noch kein Umdenken in der Agrarpolitik stattgefunden.

Von einem befreundeten Biologen habe ich mir sagen lassen, das die Laubfrösche eine sehr dünne Haut haben und deshalb so empfindlich auf Umwelteinflße und Gifte reagieren. Dünger, Spritzmittel usw. kosten dann den Fröschen das Leben. Diese Kolonie scheint sich gut zu entwickeln, drücken wir die Daumen das es auch so bleibt ;-)

 

Dazu noch ein Aufruf an alle Naturfotografen, den Naturschutz an erster Stelle zu sehen, dann erst das Foto. Durch unbedachtes betreten von Habitaten können ganze Arten gefährdet werden.


Vielen Dank für euer Interesse, über Kommentare und eure Meinungen unter meinem Blog-Bericht würde ich mich sehr freuen.

Herzliche Grüße

Andreas