Diagonale Linien sind besonders dazu geeignet, einen interessanten und dynamischen Bildaufbau zu schaffen und den Blick des Betrachters in eine Richtung zu lenken. Vorzugsweise, aber nicht zwingend, verläuft die Linie von Ecke zu diagonaler Ecke. Die Linie muss nicht wirklich vorhanden sein. Um einen gefälligen Bildaufbau zu gestalten reicht auch eine gedachte Linie.

 

Hier werden Punkte zur Linie.

 

Der Blick wird hier auf die Regenwolke gelenkt, die sich gerade über den Berg schiebt.

 

Besonders interessant kann ein Bild wirken, wenn es mehrere Linien gibt. Bei Landschaftsaufnahmen können dies z.B. Bergkämme oder die Struktur der Landschaft sein.

 

Drittel-Regel / Goldener Schnitt


Bei der Drittel-Regel wird der Bildausschnitt horizontal und vertikal in jeweils drei gleich große Abschnitte geteilt, so dass sich vier Schnittpunkte ergeben. Viele Kameratypen unterstützen diese Aufteilung durch Gitterlinien. Idealer Weise wird - zu Gunsten eines harmonischen Bildaufbaus - das Hauptmotiv auf einen der Schnittpunkte oder entlang der Schnittlinien platziert.

 

Beim goldenen Schnitt wird der Bildausschnitt ebenfalls in horizontal und vertikal drei Abschnitte geteilt. Allerdings ist hier das Verhältnis nicht gleich, sondern die Bildfläche wird etwa im Verhältnis 61,8% zu 38,2% aufgeteilt. Auch hier gilt die Platzierung des Hauptmotivs auf einem der Schnittpunkte oder entlang der Schnittlinien als gefällig für das Auge.

 

Zusammenfassend – Beispiel eines guten Fotos


Das nachfolgende Foto berücksichtigt meines Erachtens die „Regeln“ eines guten Bildaufbaus. Hier ist die Goldene Regel eingehalten. Das Hauptmotiv folgt einer Diagonale. Es ist sehr gut durch das Erzeugen einer geringen Tiefenschärfe freigestellt. Das vorhandene Licht ist optimal genutzt.

 

Gelungen!

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Kommentare: 5
  • #1

    Edi Gollasch (Freitag, 21 März 2014 20:54)

    Wunderbar verständlich und anschaulich erklärte Gundlagen zum Bildaufbau! Vielen Dank!

  • #2

    Werner Becker (Samstag, 22 März 2014 17:45)

    Da schließe ich mich Edi voll und ganz an!

  • #3

    Petra Honecker (Dienstag, 25 März 2014 14:22)

    Super erklärt. Vielen Dank!

  • #4

    Marion Rudolph (Mittwoch, 26 März 2014 09:47)

    Durch die Arbeit mit Bildern und ihren Kommentaren wird es für jeden Laien verständlich und kann dann in der Praxis umgesetzt werden.

  • #5

    Bernd Flicker (Samstag, 05 April 2014 20:19)

    Ich finde es klasse wie du mit wenigen wesentlichen Worten und Bildern die Grundlagen klar und für jeden verständlich vermittelst. Klasse Arbeit lieber Andreas.