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Eine Sachbuch Besprechung - Schmetterlinge-so gelingen faszinierende Fotos

von Adele Sansone


Mit dem ersten Blick auf den Titel, dachte ich spontan: Das ist ein Lehrbuch. 

Und in gewisser Weise stimmt der Eindruck auch. Das Sachbuch kann dem Fotoamateur, der sich gezielt mit Schmetterlingen fotografisch beschäftigt, auch wirklich etwas beibringen.

Nicht das schlechteste Resultat für Sachbuch, oder?

Das Buch wendet sich gezielt an Amateurfotografen, also Menschen, die in die Grundkenntnisse der Fotografie nicht erst mühsam eingeführt werden müssen.
Sie wenden sich aber auch an den Amateurbiologen oder einen, der es noch werden sollte, um seinem Motiv, nämlich dem Schmetterling, dem Falter, auch wirklich gerecht zu werden.



Was ist besonders an diesem Sachbuch?

Nur einige Punkte herausgepickt, die mich persönlich besonders angesprochen haben:

  • Authentische Fotografie ... viele außerordentliche Makros zeichnen sich (in meinen Augen) durch eine überspitzte Unnatürlichkeit aus. Wer Natur fotografiert, sollte mit dem Bild auch Natürliches widerspiegeln. Andreas Kolossa erklärt genau, worauf es ankommt.
  • Schmetterlingskalender: Zwar kein Ersatz für einen guten Schmetterlingsführer, aber sehr hilfreich, auch wegen der Monatsangaben, wo und wann wer zu finden ist.
  • Fehler mit Beispielbildern - selten so köstlich amüsiert. Ich dachte schon, Andreas hätte tief in meinem eigenen Fotoarchiv geplündert. Ertappt - dachte ich! Wenn es euch genau so geht - man kann noch dazu lernen!

Zum Autor Andreas Kolossa

Nachdem ich den Fotografen aus einem der Fotoforen zumindest virtuell ein wenig kenne, durfte ich ihm auch ein wenig "persönlich" auf die Pelle rücken. Andreas Kolossa, Jahrgang 1958, begann im Alter von 25 Jahren mit der Natur- und insbesondere der Makrofotografie von Schmetterlingen.

  •  So, lieber Andreas, bevor ich über das Buch schreibe, habe ich da ein paar Fragen, die mich persönlich sehr interessieren. Vielleicht teilen einige Leser auch dieses Interesse - also los:
  • Was hast du als Brotberuf ausgeübt/oder übst du noch aus?•
  • Ich war in der Chemieindustrie tätig, seit 8 Jahren bin ich im Vorruhestand.
  • Ist Fotografie dein Brotberuf?•
  • Nein, meine Leidenschaft seit über 40 Jahren.••
  • Wie vereinbarst du deine Leidenschaft, die Fotografie mit deinem Privatleben?•
  • Das klappt sehr gut, meine Frau unterstützt mich in jeder Hinsicht. Da meine Frau auch fotografiert, ist es kein Problem uns abzusprechen.
  • Meine Erfahrung: Fotografieren ist eine einsame Beschäftigung mit hoher Konzentration; stimmst du mir zu?•
  • Ja, am liebsten gehe ich allein auf Fototour, nur dann kann ich wirklich abschalten und die Natur genießen. Es gibt nichts schöneres als den Sonnenaufgang am frühen morgen zu genießen. Die ersten Vögel singen, Hummeln summen, die Wiese beginnt zu leben, einfach ein Traum. Nach jeder Fototour ist mein Akku wieder aufgeladen.
  • Wie häufig in der Woche bist du unterwegs?•
  • Von Anfang April bis Anfang November fast jede Woche, meistens zwei Tage in der Woche.••
  • Wie viele Stunden Nachbearbeitung am PC?•
  • 2-3 Std Ich brauche die Fotos nur entwickeln, so gut wie gar nicht nacharbeiten.
  • •Wie sieht so ein Fototag aus... am Vortag Pirsch auf die Standorte der Schmetterlingspflanzen ... am nächsten Morgen wie früh aufbrechen? Wie lange bist du dafür im Schnitt unterwegs?•
  • Am ersten Tag beobachte ich die Schmetterlinge, um sie am nächsten Morgen zu fotografieren. Dazu brauche ich 12- 16 Std.
  • Die zusätzliche aktive Schutzarbeit, das Monitoring, wie oft Woche/Monat...?•
  • Meinen Transekt fürs Tagfalter-Monitoring bearbeite ich, wenn das Wetter mitspielt fast jede Woche von April bis Oktober.

 

Mein persönliches Fazit: Eine wunderbare, erfüllende, aber dennoch zeitaufwändige Freizeitgestaltung, das ein gutes Zusammenspiel innerhalb der Familie erfordert.


Die kompette Buch Besprechung findet ihr hier:

Schmetterlinge-so gelingen faszinierende-Fotos


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